Die Abstellkammer oder der Raum des Schreckens

Der erste Schritt bei jedem unserer Projekte ist immer eine erste Bestandsaufnahme. Das Ganze Ausmaß des Chaos der Abstellkammer fotografisch festzuhalten, hilft uns oft auch Dinge mit Abstand zu betrachten.
Wie oft geht man tagtäglich an einem herumliegenden Gegenstand vorbei und nimmt ihn gar nicht mehr wahr? Bestens funktioniert das übrigens auf Treppen. Dort deponierte Gegenstände (für den Nächsten der hoch oder runter geht) zum Mitnehmen in das jeweils andere Geschoss werden gnadenlos ignoriert. Je länger sie liegen umso „normaler“ wird dieser Zustand und fällt irgendwann einfach nicht mehr ins Gewicht.

Vorher-Bilder der Abstellkammer

Blick in die AbstellkammerHier sind sie also, unsere Vorher-Bilder der Abstellkammer.
Wie man sieht, ist ein Betreten schon nahezu unmöglich. Ein Foto der anderen Seite der Kammer ist daher mit einer kleinen akrobatischen Leistung verbunden.
An der hinteren Wand sieht man ein ehemaliges Aktenregal. Es dient uns nun für die Lebensmittelvorräte. Davor stehen zum Großteil Getränke, Leergut und eben Dinge die wir in unserem Raum des Schreckens einfach mal eben kurz abgestellt haben.

Genauerer Blick auf die VorräteWir haben vor einiger Zeit schon einmal angefangen unsere offenen Lebensmittel in luftdicht verschlossenen Dosen unterzubringen. Allerdings ist es durch die Überflutung im Regal manchmal nicht möglich, die neu gekauften Lebensmittel umzufüllen. Wir kommen eben nicht schnell und einfach an die entsprechende Dose heran. Das luftdichte Verpacken ist bei uns absolut notwendig. Wir wohnen mitten auf dem Land. Alle Insekten stürzen sich sonst sofort auf alles offene Obst und Gemüse. Bei trockenen Lebensmitteln habe ich persönlich immer die Angst vor Lebensmittelmotten. Wenn diese einmal in den offenen Vorräten sind, ist es ziemlich schwer sie wieder loszuwerden. Gerade deshalb ist es ärgerlich wenn eigentlich eine passende Dose vorhanden ist, diese aber gerade unerreichbar hinter Bergen von Backzutaten verschwindet.

Gehört hier wirklich alles in die Abstellkammer?Im Regal rechts neben der Eingangstür befindet sich ein buntes Sammelsurium aus Kerzen, Drogerievorräten und dies & das. Ein weiteres großes Problem stellen die unglaublich vielen Plastiktüten dar. Ich nutze in der Regel alle Tüten mehrfach. Mittlerweile ist es auch eine Seltenheit, dass wir keine Tüte dabei haben. Trotzdem finden die Biester immer den Weg zu uns nach Hause und landen unweigerlich im Abstellraum.
Die Kerzen sind ein Phänomen. Wir benutzen sie höchst selten. Auf wundersame Weise haben aber auch sie in Scharen unsere Abstellkammer bevölkert.

Das Ausmisten startet

Wir haben nun die Ärmel hochgekrempelt und zunächst Kisten besorgt. Um beim Ausmisten den Überblick zu behalten, nutzen wir immer mehrere große Wäschekörbe, Kisten, Mülltüten. Dabei spielt Schönheit keine Rolle, die Kisten sollten nur groß genug sein um einiges Volumen zu fassen. Wir bilden zunächst diese Kategorien:

  • Restmüll
  • Papiermüll
  • Glasmüll
  • Leergut
  • Reparatur nötig
  • zu verschenken
  • zu verkaufen
  • gehört in einen anderen Raum

Beim Sortieren beginnen wir in der Regel in einer Ecke. Von dort aus arbeiten wir uns Stück für Stück voran. Um nichts zu vergessen gehen wir im Abstellraum alle Regalböden durch. Wir nehmen jeden einzelnen Gegenstand in die Hand. Einige Gegenstände sind ohne Zögern direkt aussortiert. Bei anderen Dingen fallen uns die Entscheidungen schon schwerer. An dieser Stelle hilft es, wenn man zu zweit ist. Der Wert einer Sache wird nicht selten komplett unterschiedlich eingeschätzt.

Wir arbeiten uns nun erst einmal Stück für Stück durch den Raum durch…..

Comments

  1. Wick says:

    Da habt Ihr Euch ja etwas vorgenommen. Ist das nicht eine gewaltige Belastungsprobe für die Ehe?
    Und wer bestimmt letzten Endes bei gegensätzlichen Ansichten, was bleiben darf und nicht?

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